| NSG Ulmener Jungferweiher |
| Geschrieben von: Christian Dietzen |
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Der Ulmener Jungferweiher liegt am nordwestlichen Rand des Landkreises Cochem-Zell (COC) in der östlichen Vulkaneifel, nordwestliches Rheinland-Pfalz. Im Naturschutzgebiet Ulmener Jungferweiher wurden bis heute ca. 230 Vogelarten nachgewiesen, von denen mindestens 53 Arten regelmäßig brüten. Dazu gehören einige im übrigen Rheinland-Pfalz seltene Arten, die hier regelmäßig vorkommen, z. B. Krickente, Bekassine, Wiesenpieper, Braunkehlchen, Löffelente, Raubwürger. Den Großteil der festgestellten Arten nehmen Durchzügler und Gastvögel ein, die vor allem Limikolen, Enten und Seeschwalben umfassen. Auffällig ist ein hoher Anteil von Ausnahmeerscheinungen, die auch im übrigen Land nur unregelmäßig erscheinen, so wurden z. B. über die Hälfte der rheinland-pfälzischen Graubrust-Strandläufer in diesem Gebiet festgestellt. Ein Besuch lohnt sich vor allen Dingen während der Zugzeiten im April und Mai sowie von August bis Oktober. Aber auch Brutzeit und Winter sind immer wieder für Überraschungen gut. Luftbild: Google Earth. Weiterführende Literatur: Dietzen, C. (1993): Die Vogelwelt vom Naturschutzgebiet Ulmener Jungferweiher. Pflanzen und Tiere von Rheinland-Pfalz, Sonderheft 1: 1-96. Mayen. (vergriffen). Dietzen, C. (1995): Die Vogelwelt am NSG Ulmener Jungferweiher (Ergänzung). Pflanzen und Tiere von Rheinland-Pfalz 5: 87-89. Mayen. Dietzen, C. (2001): Bestandsentwicklung ausgewählter Vogelarten im Naturschutzgebiet „Ulmener Jungferweiher“, Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz, 1989-2000. Fauna und Flora in Rheinland-Pfalz, Beiheft 27: 233-256. Landau. |










Das flache Gewässer befindet sich in einer Höhenlage von ca. 430 m ü. NN und ist je - nach Wasserstand - ca. 25-30 ha groß, wobei besonders im nördlichen Teil ein ausgedehnter Verlandungsgürtel besteht. Ebenfalls im Nordteil befindet sich eine flache, zunehmend verbuschende Insel mit zeitweise ausgedehnten Schlammflächen. Das gesamte Gebiet befindet sich in einem sumpfigen Wiesengelände. Am West- und Südufer dominieren Weidenbüsche (Salix spec.), während der vormals nährstoffarme Binsen- und Seggenbereich im Norden und Osten zunehmend durch Eutrophierung verbuscht. Auch der durch die 1989 errichtete Phosphateliminierungsanlage stark regulierte Wasserstand hinterlässt seine Spuren.