| Bienenfresser in Rheinland-Pfalz |
| Ornithol. Projekte |
| Geschrieben von: Jörn Weiß |
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Der Bienenfresser (Merops apiaster) ist einer der schillernsten Neubürger in Rheinland-Pfalz der letzten Jahre. Er gehört zur Ordnung der Rackenvögel (Coraciiformes), in die Familie der Spinte Kennzeichen: Der Bienenfresser ist 27-29 cm groß, wiegt ca. 50g und erreicht eine Flügelspannweite von 44-49 cm. In der Luft ist er meistens erst zu hören als zu sehen. Im Flug ertönt meistens ein lautes „püt püt, krück krück, gük gük, dirüp,drüü“. Der Bienenfresser hat einen langen, spitzen Schnabel und sehr kurze Läufe, was eine optimale Anpassung an einen Bruthöhlen grabenden Vogel darstellt. Das Farbenspektrum eines Bienenfressers geht von braun über gelb bis grün-türkis. Die Kehle der Vögel ist dabei auffallend gelb. Bei den Altvögeln sind im Flug auch besonders die ca. 3 cm langen Schwanzspieße zu erkennen. Nahrung: Er erbeutet im Flug und von Warten aus Insekten , wie Hummeln, Bienen , Käfer und Schmetterlinge. Nichtverdauliche Chitinteile werden als Gewölle ausgespien. Diese findet man häufig unterhalb der Sitzwarten. Lebensraum: Bewohnt in Rheinland-Pfalz hauptsächlich aufgelassene Kies-, Sand- und Braunkohlegruben mit Steilwänden, aber auch Hohlwege mit Erosionsrinnen/Erdabbrüchen. In der Umgebung der Brutstätten sind für den Bienenfresser größere Blütenangebote (Brache, Streuobstwiesen etc.) als Nahrungshabitat wichtig und ebenso größere Bäume, die, auch während der Brutzeit, als Schlafbäume genutzt werden. Ökologie: Der Bienenfresser zählt zu den Langstreckenziehern, welche das brutgebiet bereits ab Mitte August, spätestens aber Ende September verlassen. Leider ist noch nicht genau geklärt, welche Zugroute sie dabei benutzen. Ab Mitte Mai kehren die Vögel dann wieder in ihre Brutgebiete zurück. Einmal angekommen, fangen sie an bis zu 2m lange Brutröhren zu graben, welche nach ca. 2 Wochen fertiggestellt ist. Am Ende der Röhre befindet sich die Brutkammer, in die zwischen 4 und 8 Eier gelegt werden. Die Brutdauer beträgt 19-25 Tage , die Nestlingszeit 31-33 Tage. Die Jungen, im Schnitt werden 3-5 flügge, verlassen Ende Juli/Anfang August bereits flugfähig die Röhre. Unser Anliegen: In der Wahl seines Lebensraums liegt die größte Gefahr des Bienenfressers. Wir möchten eine landesweite Erfassung der Bienenfresserbrutplätze durchführen, damit man diese schützen kann. Dies kann durch Flächenkauf, aber auch durch Gespräche mit Grubenbesitzern, Verwaltungen etc. geschehen. Wir möchten Sie bitten, Beobachtungen des Bienenfresser an Jörn Weiß oder aber über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. zu melden. Für Fragen steht ihnen Jörn Weiß gerne zur Verfügung oder sie besuchen die Homepage www.bienenfresser-rlp.de auf der viele weitere Informationen zu finden sind. Danke für ihre Mitarbeit ! Foto: M.Schäf (www.living-nature.eu) |









(Meropidae).