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NSG Mußbacher Baggerweiher bei Neustadt/Weinstr. |
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Geschrieben von: Sylvia Idelberger
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Donnerstag, 07. Mai 2009 um 07:03 Uhr |
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Wichtiges Vogelbrut- und Rastgebiet – als Vogelschutzgebiet Teil des europäischen Schutzgebietsystems NATURA 2000 sowie Lebensraum für viele andere Tier- und Pflanzenarten.  Der rund 8 ha große Mußbacher Baggerweiher entstand zwischen 1978 und 1984 durch Sand- und Kiesentnahme für den Bau der BAB 65 und liegt etwa 2 km östlich von Neustadt-Mußbach. Wegen seiner einzigartigen Bedeutung für den Raum Neustadt wurde der Weiher und seine Umgebung 1989 als Naturschutzgebiet mit insgesamt 18,6 ha Größe ausgewiesen. Es dient insbesondere als ganzjähriges Rast- und Nahrungsbiotop für durchziehende Wasservögel, aber auch als Brutbiotop für diese und andere Vogelarten.Das westliche Ufer des Baggersees läuft flachufrig aus, hier hat sich eine Röhrichtzone gebildet, an die sich eine Gehölzreihe anschließt. Am Nordufer gibt es noch offene Kies- und Sandbereiche. Eine Steilwand ist im nordöstlichen Teil der Grube erhalten geblieben. Auf Grund des gesunkenen Wasserspiegels schauen heute mehrere Inseln aus dem Wasser, die von den Wasservögeln gerne genutzt werden.Die vorkommenden Tierarten sind zum Teil bedroht und sehr störungsempfindlich. Daher sind jegliches Betreten und vor allem das Baden im Naturschutzgebiet verboten. Um den Besuchern trotzdem ein Beobachten der Vögel zu ermöglichen, wurde 2007 am Nordostrand des Gebietes ein Beobachtungsstand gebaut. Der Zugang erfolgt über den Weg entlang der Bahngleise. Unter anderem können folgende Vögel in unterschiedlicher Anzahl und Häufigkeit beobachtet werden (Datenzusammenstellung im Wesentlichen nach Volker Platz): Gänse: Kanadagans, Nilgans, Graugans; Tauch- und Gründelenten: Tafelente, Stockente, Reiherente, Knäkente, Löffelente, Krickente, Schnatterente, Schellente, Kolbenente, Eiderente. Verschiedenen Limikolen können gesichtet werden: Waldwasserläufer, Flussuferläufer, Zwergstrandläufer, Temminckstrandläufer, Bekassine, Kiebitz. Die Brutversuche des Flussregenpfeifers im Gebiet sind seit mehreren Jahren durch den illegalen Badebetrieb vergeblich. Weitere Arten sind: Rohrdommel, Gänsesäger und Zwergtaucher. An Schwalben können Rauch-, Mehl- und Uferschwalbe beobachtet werden. Die Steilwände sind allerdings inzwischen so weit gealtert und weitgehend verhärtet, dass sie von der Uferschwalbe nicht mehr als Brutwand genutzt werden können. In der Umgebung des Mußbacher Baggerweihers sind auch Neuntöter, Wendehals, Schwarzkehlchen und Grau- und Trauerschnäpper zu finden. |